Bus-Profi News

28-04-2012 01:04 von Florian Behrendt

10000. Beitrag im Forum

Am 28.04.2012 um 01:04 schrieb Uwe Rohrbach seinen 10000 Beitrag im Bus-Profi  .....

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Was ist LCN?

Das LCN (Local Control Network) ist ein System, dass nahezu alle elektrischen Bereiche im Gebäude perfekt steuern und regeln kann. Als System der Firma Issendorff KG hat es sich innerhalb weniger Jahre eine Vorreiterposition in Deutschland erkämpft und zählt heute neben dem KNX (EIB) und dem LON zu den führenden Bussystemen in Deutschland und wohl auch in Europa.

LCN hat im Gegensatz zu seinen Gegenspielern eine kleine, aber praxisorientierte Produktpalette mit einem besonders hohen Funktionalitätsumfang. Das erleichtert die Übersicht und sorgt für mehr Flexibilität beim Errichten der Anlage, genauso wie bei einer späteren Umnutzung des Gebäudes. Mit Hilfe eines normalen PCs und eines Interfaces kann nun jeder Installateur die Module mit allen Steuerungen oder Regelungen programmieren, die der Kunde haben möchte und das recht einfach und schnell.

Betrachten man nun ein intelligentes Modul, so setzt sich dieses aus bestimmte Baugruppen zusammen, da ist zum einen der Mikrocomputer, aber es finden sich auch noch  eine Datenübertragungseinheit, genauso wie Sensoreingänge, 2 dimmbare Ausgänge und auch ein Anschluss für weitere Peripherie.

Jedes Modul hat seine eigene Spannungsversorgung und wird an 230V~ angeschlossen und hat einen Anschluss für die Datenader.

Die Datenader mit der Datenübertragungseinheit und dem Prozessor bilden das Herzstück eines LCN-Moduls. Wird ein Modul über ein PC-Interface (LCN-PC) an einen PC angeschlossen, so können Sie es über diese Elemente quasi zum Leben erwecken. Mit Ihrer Programmiersoftware (LCN-P oder LCN-Pro) teilen Sie dem Modul mit, welche Identifikationsnummer (ID) es in Zukunft hat, also wie andere Module es erreichen können und mit welchen Grundeinstellungen für Sensoren und Aktoren es arbeiten soll. Ab diesem Zeitpunkt ist das Modul ein vollwertiges Mitglied in Ihrem Bussystem. Natürlich lassen sich nun auch noch diverse Feinheiten einstellen und Programmabläufe erstellen, Peripherie kann angeschlossen und mit eingebunden werden.

Fast egal welche Art der elektrischen Verbraucher vorhanden sind, es ist möglich, diese Verbraucher miteinander zu Verbinden, so dass man alle individuell und zentral oder dezentral steuern oder regeln kann.

Dabei möchte man natürlich nicht lange auf die Ausführung eines Befehls warten, die benötigten Datenraten für ein Gebäudeleitsystem liegen bei normalen Objekten innerhalb eines Bereiches von 20 bis 60 Befehlen pro Sekunde und in Großobjekten (über 250 Module) von 50 bis 1000 Befehlen pro Sekunde.

Wichtig ist die Anzahl der ansteuerbaren Module. Von einem einfachen Einfamilienhaus mit ca. 10 Modulen bis zu einem Wolkenkratzer oder einem Werksgelände mit über 15000 Modulen gibt es bislang fast alles.

Daneben muss ein Gebäudeleitsystem natürlich leicht zu verdrahten sein, spezielle Kabeltypen für die Datenleitung oder eine aufwendige Struktur wie stern- oder linienförmig würden den Verdrahtungsaufwand und die Kosten wesentlich erhöhen. Hier ist eine Baumstruktur gefordert: die Buskabel können beliebig verzweigt werden wie die Äste eines Baumes.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 06-05-2009 von Nils Gresbrand.

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